Marketing ohne Social Media: Wie du auch ohne Kunden gewinnst
Marketing ohne Social Media: Wie du trotzdem Kunden gewinnst
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80 Prozent aller Unternehmen sind auf Social Media. Und trotzdem sitzen so viele davor und spüren: Das ist nicht meine Welt. Ich gehöre selbst dazu – ich bin ein Social-Media-Muffel. Und ich möchte auch dort nicht sein, um meine Kundinnen zu gewinnen.
Vielleicht kennst du dieses „Ich müsste eigentlich“. Alle sind auf Instagram, Facebook, Pinterest – also musst du wohl auch. Das ist das neue Normal geworden. Aber ist es das wirklich?
In diesem Artikel möchte ich dich frei machen von diesem Druck. Denn es gibt Wege in die Sichtbarkeit, die abseits von Social Media liegen – und die mitunter viel besser zu dir und deiner Urnatur passen.
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Inhalt
» Das neue Normal – und warum wir es selten hinterfragen
» Der laute Marktplatz Social Media
» Wann sprichst du gerne über deine Arbeit?
» Drei Wege in die Sichtbarkeit – ganz ohne Feed
» Zweifel? Kann ich wirklich verzichten? Ein Gedankenexperiment
» Was der Algorithmus wirklich will
🌿 Einladung zum online Workshop: Marketing ohne Social Media
online / 24. September von 18-21:30 Uhr / max. 8 Teilnehmerinnen
» Klarheit, welche Wege dir liegen und warum
» Deine Marketing-Strategie mit konkreten ersten Schritten
» Workbook und Begleitdokument – als Wegweiser in die Umsetzung
» 1:1 Beratung nach dem Workshop
Das neue Normal – und warum wir es selten hinterfragen
Wenn wir heute an Werbung denken, geht der erste Gedanke fast automatisch in eine Richtung: Instagram, Facebook, wie viele Follower habe ich, was passiert in meinem Feed. Das fühlt sich so selbstverständlich an, dass wir es kaum noch hinterfragen.
Ich bin 1981 geboren. In meiner Jugend gab es keine Handys, und Internet war etwas ganz Neues, Kompliziertes. Aus heutiger Sicht kann ich mir kaum vorstellen, wie man damals überhaupt Marketing gemacht hat – so sehr liegt mein Fokus heute im Digitalen. Und genau das ist der Punkt: Wir sind ein Stück weit blind geworden für die Wege, die es rundum Social Media noch gibt. Oder wir nehmen sie nicht mehr ernst, weil es eben so normal ist, dort Werbung zu machen.
Also lohnt sich die Frage: Wenn du an dein eigenes Business denkst – woher kommen deine Kunden wirklich? Bei mir sind viele davon Therapeutinnen und Coaches, die im Eins-zu-eins arbeiten, oft regional. Und wenn ich in meinem Netzwerk nachfrage, sagen selbst die mit großer Instagram-Reichweite: Das bringt mir nicht wirklich die Kunden.
Zum Selbst-Erarbeiten: Schreib die letzten zehn Kundinnen auf, die zu dir gekommen sind. Über welchen Weg ist jede einzelne auf dich aufmerksam geworden – und welcher Kanal taucht dabei am häufigsten auf?
Der laute Marktplatz Social Media
Warum kämpfen so viele von uns mit Social Media? Weil es sich anfühlt, als müssten wir uns auf einem riesigen Marktplatz behaupten – gegen eine laute Masse, die alle gleichzeitig rufen.
Ich hatte als Jugendliche einen Nebenjob in einer Konditorei und durfte am Marktplatz Eis verkaufen. Meine Chefin ging beim ersten Mal mit, schwang eine große Glocke und rief das Eis aus. Ich hätte im Boden versinken können. Mit der Glocke herumzulaufen – das war einfach nicht ich. Und genauso geht es vielen in der Social-Media-Welt: Es ist so laut, und man müsste noch einen Tick lauter sein, damit es überhaupt ankommt.
Denk daran, wie es abläuft, wenn du selbst durch einen echten Markt gehst. Erst ist da viel Angebot, Lärm, Ablenkung. Aber wenn dich etwas anzieht und du in einen Stand hineingehst, wird es ruhiger. Dort kann ein Gespräch entstehen, Interesse, Verbindung. Genau dieser Schritt – von der lauten Aufmerksamkeit ins ruhige, intime Setting – ist auf Social Media so schwer. Wer es sich leisten kann, überlässt das der bezahlten Werbung, wo der Algorithmus die Vorauswahl trifft. Für alle anderen bleibt das Gefühl, Marktschreierin sein zu müssen, obwohl sie doch einfach nur ihre Arbeit lieben.
Zum Reflektieren: Wo in deinem Business gelingt dir dieser Schritt vom lauten „Gesehenwerden“ ins ruhige Gespräch heute schon ganz natürlich? Wie sieht dieser ruhige Raum bei dir aus?
Wann sprichst du gerne über deine Arbeit?
Wenn Social Media nicht der Ort ist, an dem du gerne über deine Arbeit sprichst – was ist es dann?
Durch deine Professionalität hast du einen Überblick, den andere nicht haben. Du triffst auf einen Menschen und spürst sofort: Da fehlt etwas, da könnte ich helfen. Dieses Teilen fällt uns leicht, wenn wir etwas wirklich Hilfreiches beitragen können. Der eine mag das direkte Gespräch, die andere fühlt sich in der Gruppe wohl, die Dritte teilt lieber im Geschriebenen. Manche brauchen eine Einladung, andere erzählen von sich aus. Das ist zutiefst individuell.
Wichtig ist zu erkennen, was gegeben sein muss, damit es dir Spaß macht. Aus dem Marketing kenne ich drei Punkte, die dabei fast immer eine Rolle spielen: Zuerst muss das Gefühl da sein, dass du überhaupt gehört wirst – wer ins Leere ruft, zieht sich irgendwann zurück oder wird lauter und lauter. Dann kommt die Resonanz: Andere reagieren, sind inspiriert, stellen Rückfragen. Und aus dieser Reaktion wird Beziehung – und aus Beziehung entsteht Verkauf. Wichtig dabei: Beziehungsaufbau muss kein Eins-zu-eins-Gespräch sein. Auch über einen Newsletter oder einen Podcast entsteht dieses Gefühl von „Ich kenne diese Person schon ein bisschen“.
Zum Selbst-Erarbeiten: Denk an eine Situation, in der du richtig gerne über deine Arbeit gesprochen hast. Wer war dabei, wie war das Setting – und was davon kannst du dir bewusst öfter schaffen?
Drei Wege in die Sichtbarkeit – ganz ohne Feed
Wenn wir das ordnen und einmal außerhalb der Social-Media-Welt schauen, kristallisieren sich drei Wege heraus, wie neue Menschen auf dich aufmerksam werden.
Der erste Weg: geteilte Reichweite. Es gibt viele Unternehmer:innen, die eine ähnliche Zielgruppe haben wie du, aber in einem anderen Feld arbeiten – ihr macht euch also keine Konkurrenz. Hier kannst du Nutzen stiften: als Gast sprechen, einen Gastbeitrag schreiben, auftreten. So erreichst du Menschen, die dich noch nicht kennen. Ich bin zum Beispiel eingeladen, bei einem Online-Kongress zu sprechen. Über solche Einladungen freue ich mich, weil ich so an neue Menschen komme, zu meinem Thema sprechen und mich als Expertin zeigen kann.
Der zweite Weg: Netzwerk-Kooperationen. Auch hier tust du dich mit jemandem zusammen, der bereits eine ähnliche Zielgruppe wie deine erreicht, ohne dass ihr konkurriert. Der entscheidende Unterschied: Das funktioniert, ohne dass du selbst im Raum bist. Beim ersten Weg stehst du vor fremdem Publikum – du sprichst, schreibst, trittst auf, und die Menschen erleben dich direkt. Bei der Kooperation gibt es unzählige Möglichkeiten, die auch ohne deine direkte Präsenz wirken: Dein/e Kooperationspartner:in gibt dich weiter, empfiehlt dich, auch wenn du gar nicht dabei bist. Bei mir haben befreundete Unternehmerinnen mich in ihrem Newsletter erwähnt – bei einer war es nur eine einzige Zeile, drei, vier Wörter. Und genau darüber ist eine Kundin zu mir gekommen. Es hat mich selbst erstaunt, wie einfach das manchmal geht.
Der dritte Weg: eigene Formate. Du wirst Gastgeberin in einem Rahmen, der zu dir passt, und gibst weiter, wofür du brennst. Stell dir vor, du startest gerade als Ernährungsberaterin: Du lädst in deinen Freundes- und Bekanntenkreis zum gemeinsamen Kochen ein und erzählst nebenbei, wie Ayurveda funktioniert und warum es dich begeistert. Deine Gäste erleben live, worum es geht, sie können es weitererzählen – und dich empfehlen, wenn das Thema das nächste Mal auftaucht. Das kostet nichts, es ist kein Verkaufsevent. Genau das macht es leicht, aus Leidenschaft zu sprechen, ohne in den Verkaufsmodus zu wechseln. Läuft dein Business schon, wären kostenlose Online-Abende mit Impulsen eine Idee – oder ein Sommerfest für deine Kundinnen, zu dem sie Menschen mitbringen.
Ich reiße diese drei Wege hier bewusst nur kurz an. Denn welcher davon wirklich deiner ist, worauf es ankommt und was deine ersten Schritte sind, hängt stark davon ab, wie du tickst – von deiner Grundkonstitution, deiner Urnatur, davon, wo du dich sicher fühlst und welche alten Glaubenssätze dich vielleicht bremsen.
Zum Selbst-Erarbeiten: Lies die drei Wege noch einmal durch. Was spricht dich an? Und was löst Widerstand aus? Beide Reaktionen sagen dir etwas über dich und deinen individuellen Marketing-Weg.
Zweifel? Kann ich wirklich verzichten? Ein Gedankenexperiment
Jetzt kommt vielleicht der leise Zweifel hoch: Kann ich wirklich auf Social Media verzichten? Was macht dieser Gedanke mit dir? Verunsichert er dich? Hast du Angst, dein Business könnte dann nicht weiterbestehen?
Denk einmal an 2020 zurück. Corona. Plötzlich gab es keine Live-Treffen mehr, ganze Geschäftszweige verschwanden oder mussten sich neu erfinden. So vieles, was vorher undenkbar war, wurde über Nacht Realität. Und jetzt stell dir vor, Social Media wäre auf einmal einfach weg. Alle sind betroffen, nicht nur du. Wie fühlt sich das an? Vielleicht spürst du sogar Erleichterung, dass du nicht mehr mitspielen müsstest. Und dann die Frage: Was machst du dann?
Allein dieses kurze Experiment zeigt dir, welche Gefühle mit deinem „Ich muss auf Social Media sein“ verknüpft sind. Es geht nicht darum, dein Profil zu löschen – du kannst es aktuell halten, damit Menschen auf einen Blick sehen, wer du bist, und von dort auf deine eigentlichen Kanäle verweisen: deinen Newsletter, deinen Podcast, deine WhatsApp-Gruppe. Aber du triffst die Entscheidung: Ich muss hier nicht jede Woche posten. Diese Erlaubnis kann dir niemand geben außer dir selbst.
Es muss also gar nicht Tabula rasa sein. Zwischen „täglich posten“ und „komplett verschwinden“ liegen viele Abstufungen – und du darfst bewusst wählen, wie viel du geben möchtest und wo Schluss ist. Vielleicht heißt deine Version: So viel gebe ich auf Social Media und keinen Deut mehr. Ein schönes Beispiel dafür ist ein durchdachtes Neuner-Grid auf Instagram – neun Beiträge, die zusammen ein stimmiges Bild ergeben und die Menschen einladen, in deine Welt einzutauchen. Wer dort landet, versteht sofort, wer du bist und worum es geht. Und dann verweist du weiter: auf deine Website, deinen Newsletter, die Kanäle, die du wirklich gerne bespielst. Dein Profil wird so zur Visitenkarte, nicht zur Bühne, auf der du ständig auftreten musst. Für so ein Grid darfst du dir Zeit nehmen und es richtig durchdenken – einmal gemacht, trägt es, ohne dass du im Wochenrhythmus nachlegen musst.
Zum Reflektieren: Spür dem Gedankenexperiment nach. War da eher Erleichterung oder eher Angst? Und was sagt dir dieses Gefühl darüber, welche Rolle Social Media für dich wirklich spielen darf?
Was der Algorithmus wirklich will
Es hilft, sich klarzumachen, wofür Social Media eigentlich gebaut ist. Nicht dafür, dich als Unternehmerin zu unterstützen. Das Einzige, was der Algorithmus will, ist, dass Menschen so lange wie möglich im Medium bleiben. Externe Links sind unerwünscht, und du sollst immer wieder kommen, am besten länger und öfter.
Für dich heißt das: Du bist abhängig davon, was überhaupt an deine Follower ausgespielt wird – und das kannst du nur indirekt beeinflussen. Wer den Regeln entsprechen will, muss möglichst oft posten, schnell zur Sache kommen, hohe Verweildauer erzeugen, zur richtigen Zeit da sein. Das geht nicht ohne dauerhaftes Dranbleiben. Und allein das ist für viele ein Ding der Unmöglichkeit.
Deshalb ist eine der wichtigsten Fragen für uns als Unternehmerinnen: Was brauche ich, damit ich mich wohlfühle, wenn ich über meine Arbeit spreche? Es ist absurd, dass wir uns zu etwas zwingen, das wir nicht möchten – noch dazu, wenn es gar nicht die Kunden bringt und rundherum unzählige Möglichkeiten liegen. Diese Freiheit darfst du dir zurücknehmen.
Gesehen werden – auch mit deinem Business
Workshop „Marketing ohne Social Media“
Du suchst deinen eigenen Weg, sichtbar zu werden? Einen, der zu dir passt und nicht nach fremdem Drehbuch funktioniert?
In meinem Workshop erfährst du konkrete Wege, wie Menschen über Vertrauen und Beziehung zu dir finden. In einer kleinen, feinen Runde. Mit genau dem Austausch, von dem dieser Artikel erzählt: gesehen werden, gespiegelt werden, mit mehr Klarheit nach Hause gehen.









