Chronische Überforderung – wenn der Körper die Grenze zieht mit Ingrid Hilmer

Podcast Interview mit Ingrid Hilmer

Was geschieht, wenn wir unsere eigenen Grenzen über lange Zeit ignorieren?

Überforderung entsteht selten über Nacht. Sie entwickelt sich schleichend – oft begleitet von dem Gefühl, „noch zu funktionieren“. Bis der Moment kommt, in dem Körper und Psyche nicht mehr mitgehen.

In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Ingrid Hilmer über chronische Überforderung, den viel zitierten „Zusammenbruch“ – und darüber, wie echte Veränderung möglich wird.

Hier gehts zur Podcast Episode:

» Auf Spotify hören
» Auf Apple Podcast hören
» Auf Youtube hören

Vom Funktionieren zur Selbstverantwortung

Ingrid war viele Jahre diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Sie kennt den Pflegealltag mit all seinen physischen und emotionalen Belastungen aus eigener Erfahrung.

Ein massiver körperlicher und emotionaler Zusammenbruch wurde für sie zum Wendepunkt. Nicht als Scheitern – sondern als Einladung zur Neuorientierung. Der Weg führte weg vom reinen Funktionieren und hin zu mehr Selbstverantwortung, Selbstfürsorge und innerer Stabilität.

Heute verbindet Ingrid ihr medizinisches Fachwissen mit Yoga, Mentaltraining und ganzheitlichen Methoden. Ihr Fokus liegt darauf, Menschen dabei zu unterstützen, aus dem chronischen Kampf-oder-Flucht-Modus auszusteigen und wieder Sicherheit im eigenen System zu finden.

Wenn Stress zum Dauerzustand wird

Chronischer Stress verändert mehr als nur unsere Stimmung.

Er beeinflusst:

  • unser Nervensystem
  • unsere Gedanken
  • unsere Wahrnehmung
  • unsere körperliche Regulation

Überforderung wird dabei oft normalisiert. Man gewöhnt sich an Anspannung, Schlafprobleme und innere Unruhe. Erst wenn der Körper klare Signale sendet, wird sichtbar, was sich lange aufgebaut hat.

Was echte Veränderung möglich macht

Ein zentraler Gedanke dieser Episode: Veränderung beginnt nicht im Außen. Sondern durch ein Innehalten. Durch das Annehmen der eigenen Situation – und die Bereitschaft, Verantwortung für die eigene Stabilität zu übernehmen.

Wir sprechen darüber,

  • warum Selbstfürsorge mehr ist als „Abschalten“
  • wie Yoga und bewusste Atmung das Nervensystem regulieren können
  • weshalb kleine, konsequente Schritte oft nachhaltiger wirken als große Umbrüche
  • und warum Annehmen manchmal kraftvoller ist als permanentes „Loslassen“

Ein Thema, das über die Pflege hinausgeht

Obwohl der berufliche Kontext der Pflege im Gespräch eine zentrale Rolle spielt, betrifft das Thema weit mehr Menschen.

Diese Folge richtet sich an alle, die sich im Alltag dauerhaft unter Druck, erschöpft oder innerlich angespannt fühlen – und die spüren, dass bloßes „Weitermachen“ keine Lösung ist.

Über Ingrid Hildegard Hilmer

Ingrid ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, zertifizierte Yogalehrerin und diplomierte Mentaltrainerin.

Sie verbindet medizinisches Fachwissen mit ganzheitlichen Methoden und begleitet insbesondere Menschen in helfenden Berufen zu mehr Resilienz und Selbstfürsorge.

Website: www.yomeca.com

Buchtipp:
Selbstfürsorge für Pflegekräfte – mit Yoga und Mentaltraining kraftvoll im Beruf
(von Ingrid Hilmer, erschienen im Facultas Verlag)

Hier gehts zur Podcast Episode:

» Auf Spotify hören
» Auf Apple Podcast hören
» Auf Youtube hören